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Hasel Pollen Allergiker
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Hasel Pollen Allergiker
Heute ist der 28. Februar 2010 und damit endet heute der meteorologische Winter. Als Abschiedsgeschenk schickt er uns das Sturmtief Xynthia, das schon seit Stunden mit starken Orkanböen über das Land fegt. Bis zum Beginn des kalendarischen Frühlings müssen wir noch ein wenig warten.
Die Frühlingsspuren in der Natur sind noch recht spärlich, aber ein Vorfrühlingsbote macht sich bereits bemerkbar; die Hasel Corylis avellana. Der mit Birke und Hainbuche verwandte Haselstrauch ist das am frühesten blühende Gehölz unserer Flora (Michael Lohmann: Bäume & Sträucher. Der etwas andere Naturführer). „Mit dem Stäuben der männlichen Kätzchen … beginnt im phänomenologischen Kalender der Vorfrühling“ (Wilfried Stichmann: Der große Kosmos Naturführer Tiere und Pflanzen).
Obgleich die Haselblüte eine wärmere Jahreszeit ankündet, ist sie doch bei vielen Menschen eher gefürchtet. Für Allergiker können die Pollen eine starke Belastung darstellen. In der aktuellen Wochenendausgabe meldet die Saarbrücker Zeitung: „Nach dem langen Winter startet die Heuschnupfenzeit spät – dafür aber umso heftiger“. Denn in diesem Jahr werden die Blüte von Hasel, Erle und Birke zeitweise parallel verlaufen und zudem „zeigt sich ein Rhythmus, wonach jedes Jahr mit einer geraden Zahl mit einem erheblichen Pollenflug verbunden ist, das darauffolgende mit ungerader Zahl aber mit deutlich weniger.“ Vielen Allergikern steht somit eine schwere Zeit mit juckenden Augen, Schnupfen, Niesattacken und Atemnot bevor. Vielleicht kann sich ja der ein oder andere mit dem Gedanken an die lecken Früchte, die Haselnuss, trösten.
Die frühe Blüte kann sich die Hasel problemlos leisten, weil sie vom Wind bestäubt wird und daher nicht auf Insekten angewiesen ist.
Zum Foto: Die männlichen Blüten der Hasel sind als Kätzchen unverkennbar. Die weiblichen Blüten sind hingegen unscheinbar; sie ähneln Knospen, aus denen die roten Narben wie ein kleines Büschel herausragen.
Die Aufnahme entstand am 23. Februar 2010 in Dudweiler, in der Nähe der Turmschule.
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Nachtrag: Auf dem folgenden Foto ist die weibliche Blüte sehr gut zu erkennen und in den männlichen Kätzchen erkennt man das Gewusel der Pollen. Aufnahme am 1. März 2010 auf dem Dudweiler Anger. Korkenzieher-Hasel.

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Wiesenspaziergang Dudweiler Anger
Ein Wiesenspaziergang über den Dudweiler Anger am 29. Juli 2009
Da die Sulzbachtalaue in Dudweiler vor Kurzem kahlgemäht wurde, muss ich mir in der nächsten Zeit wohl oder übel andere Standorte aussuchen. Gott sei Dank hat sich der Dudweiler Anger (eine Luftaufnahme findet sich hier) von seiner letzten Kahlrasur einigermaßen erholt, so dass er wieder ein attraktives Umfeld bietet.
So sah es dort am 29. Juli 2009 aus.

Dudweiler Anger
Am linken Bildrand verläuft die Theodor-Storm-Straße. Noch ein paar Meter, dann kämen wir zum Alten Markt. Am Horizont erkennen wir einen Teil der Bergehalde Lydia, die uns aus dem Fotoblog bestens bekannt ist. Über die Baumreihe, die auf dem Anger den “Wiesenteil” vom “zivilisieren Teil” trennt, ragt die katholische Pfarrkirche St. Marien und über deren Dach lugt der Turm der evangelischen Christuskirche.
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Hier eine kleine Auswahl von Fotos von dem recht ergiebigen Streifzug.
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Das Aufgeblasene Leimkraut (Silene vulgaris; 554/3) im Übergang zwischen Blütenstand und Fruchtkapsel wirkt wie ein kunstvolles Gemälde.

Aufgeblasenes Leimkraut
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Nahe verwandt mit dem Aufgeblasenen Leimkraut ist die Weiße Lichtnelke (Silene alba; 554/4). Letztere entfaltet ihre volle Blüte erst in den Abendstunden, aber hier ließ sie bereits am frühen Nachmittag ein wenig von ihrer Blütenpracht erahnen. Im Hintergrund leuchten Hornklee und Wundklee.

Weiße Lichtnelke
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Schmetterlinge und andere Insekten waren in diesem Umfeld natürlich auch anzutreffen, wenngleich nicht so zahlreich und nicht so artenreich wie in der Sulzbachtalaue.
Bei den Schmetterlingen zum Beispiel Bläuling, Kohlweißling, Ochsenauge, Goldene Acht, Zitronenfalter, C-Falter, Braune Tageule und ein paar unscheinbarere kleinere Arten, die ich aber nicht fotografiert habe. Auch ein Admiral flatterte mal für einen viel zu kurzen Moment vorbei.
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Die Goldene Acht (Colias hyale; 354/3) labte ihren Nektardurst an Kleeblüten, die auf dem Anger reichlich zu finden sind.

Schmetterling Goldene Acht
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Der Zitronenfalter (Gonepteryx rhamni, hier Weibchen; 354/5) war geradezu besessen vom Nektar der Kartäuser-Nelke (Dianthus carthusianorum, 672/4). Unablässig flatterte er von einer lila leuchtenden Blüte zu anderen.

Zitronenfalter Kartaeuser-Nelke
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Sämtliche Aufnahmen entstanden auf dem Dudweiler Anger am 29. Juli 2009.
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Patricia KoelleDie Füße der Sterne



