Wiesenblumen Natur Fotografie Naturfotografie

Naturfotografie Fotos Natur Wiesenblumen wildwachsende Blumen und Pflanzen

Posts Tagged ‘Vorfrühling

Wiesenblumen im März

with 8 comments


Scharbockskraut

Scharbockskraut

Wiesenblumen – Wiesenpflanzen – Frühblüher – März – Dudweiler – Sulzbachtalaue – Krokus – Huflattich – Löwenzahn – Narzisse – Schneeglöckchen – wildwachsende Pflanzen – Gänseblümchen – Busch-Windröschen – Wiesen-Schaumkraut – Scharbockskraut – Feigwurz – Ehrenpreis – Zweiblättriger Blaustern – Sternhyazinthe – Schneestolz – Schneeglanz – Purpurrote Taubnessel – Gefingerter Lerchensporn – Veilchen – Geflecktes Lungenkraut – heimische Wiesenblumen

Wiesenblumen im März
Frühblüher auf der Sulzbachtalaue in Dudweiler

Nachdem der Januar und der Februar ungewöhnlich kalt, ungewöhnlich nass und ungewöhnlich trüb und dunkel waren, hat uns der März recht viele Sonnenstunden geschenkt. Aber leider war auch er ziemlich kalt und hatte zu Beginn sogar Schnee im Gepäck.

Krokusse, Huflattich und Löwenzahn sind mir zwar schon Anfang März begegnet, aber im Großen und Ganzen hat sich die Pflanzenwelt erst Ende März entfaltet, vor allem in den letzten Märztagen.

Im Folgenden gebe ich einen Überblick über die Frühblüher, die mir im März auf der Sulzbachtalaue begegnet sind.

Schneeglöckchen, Krokus und Narzisse sind wohl eher ausgewilderte Gartenpflanzen.

Die wildwachsenden Pflanzen nach Blütenfarbe geordnet:

Weiße Blüten:
Gänseblümchen (Bellis perennis), ein Korbblütler
Busch-Windröschen (Anemone nemorosa), ein Hahnenfußgewächs (Kreuzblütlerverwandte)
Wiesen-Schaumkraut (Cardamine pratensis), ein Kreuzblütler

Gelbe Blüten:
Huflattich (Tussilago farfara), ein Korbblütler
Löwenzahn (Taraxacum officinale), ein Korbblütler
Scharbockskraut (Ranunuculus ficaria), auch Feigwurz genannt, ein Hahnenfußgewächs (Kreuzblütlerverwandte)

Blaue Blüten:
Ehrenpreis (vermutlich Faden-Ehrenpreis Veronica filiformis), ein Rachenblütler.
Zweiblättriger Blaustern (Scilla bifolia), Hyazinthengewächs (Lilienverwandte)
Sternhyazinthe (Chinodoxa luciliae), auch Schneeglanz oder Schneestolz genannt, Hyazinthengewächs (Lilienverwandte)

Lila Blüten:
Purpurrote Taubnessel (Lamium purpureum), ein Lippenblütler (Rachenblütlerverwandte)
Gefingerter Lerchensporn (Corydalis solida), ein Erdrauchgewächs (Kreuzblütlerverwandte)
Veilchen (Viola, vermutlich März-Veilchen), ein Veilchengewächs (Kreuzblütlerverwandte)

Und schließlich noch das Gefleckte Lungenkraut (Pulmonaria officinalis), ein Raublattgewächs (Rachenblütlerverwandte). Diese Pflanze trägt bemerkenswerterweise gleichzeitig blaue, violette und rote Blüten.

» » » Hier gibt es auch ein kleines Gedicht zu den März-Blühern auf der Sulzbachtalaue

***

Werbeanzeigen

Hasel Pollen Allergiker

with one comment


Hasel - Corylus avellana

Hasel - Corylus avellana


Winter – Frühling – Vorfrühling – meteorologischer Winter – kalendarischer Frühling – phänomenologischer Frühling – Hasel – Haselnuss – Corylus avellana – Pollen – Allergien – Pollenallergien – Allergiker – Heuschnupfen – Xynthia

Hasel Pollen Allergiker

Heute ist der 28. Februar 2010 und damit endet heute der meteorologische Winter. Als Abschiedsgeschenk schickt er uns das Sturmtief Xynthia, das schon seit Stunden mit starken Orkanböen über das Land fegt. Bis zum Beginn des kalendarischen Frühlings müssen wir noch ein wenig warten.

Die Frühlingsspuren in der Natur sind noch recht spärlich, aber ein Vorfrühlingsbote macht sich bereits bemerkbar; die Hasel Corylis avellana. Der mit Birke und Hainbuche verwandte Haselstrauch ist das am frühesten blühende Gehölz unserer Flora (Michael Lohmann: Bäume & Sträucher. Der etwas andere Naturführer). „Mit dem Stäuben der männlichen Kätzchen … beginnt im phänomenologischen Kalender der Vorfrühling“ (Wilfried Stichmann: Der große Kosmos Naturführer Tiere und Pflanzen).

Obgleich die Haselblüte eine wärmere Jahreszeit ankündet, ist sie doch bei vielen Menschen eher gefürchtet. Für Allergiker können die Pollen eine starke Belastung darstellen. In der aktuellen Wochenendausgabe meldet die Saarbrücker Zeitung: „Nach dem langen Winter startet die Heuschnupfenzeit spät – dafür aber umso heftiger“. Denn in diesem Jahr werden die Blüte von Hasel, Erle und Birke zeitweise parallel verlaufen und zudem „zeigt sich ein Rhythmus, wonach jedes Jahr mit einer geraden Zahl mit einem erheblichen Pollenflug verbunden ist, das darauffolgende mit ungerader Zahl aber mit deutlich weniger.“ Vielen Allergikern steht somit eine schwere Zeit mit juckenden Augen, Schnupfen, Niesattacken und Atemnot bevor. Vielleicht kann sich ja der ein oder andere mit dem Gedanken an die lecken Früchte, die Haselnuss, trösten.

Die frühe Blüte kann sich die Hasel problemlos leisten, weil sie vom Wind bestäubt wird und daher nicht auf Insekten angewiesen ist.

Zum Foto: Die männlichen Blüten der Hasel sind als Kätzchen unverkennbar. Die weiblichen Blüten sind hingegen unscheinbar; sie ähneln Knospen, aus denen die roten Narben wie ein kleines Büschel herausragen.
Die Aufnahme entstand am 23. Februar 2010 in Dudweiler, in der Nähe der Turmschule.

***

Nachtrag: Auf dem folgenden Foto ist die weibliche Blüte sehr gut zu erkennen und in den männlichen Kätzchen erkennt man das Gewusel der Pollen. Aufnahme am 1. März 2010 auf dem Dudweiler Anger. Korkenzieher-Hasel.
Blüten Korkenzieher-Hasel
***

Schnee-Heide Erica carnea

leave a comment »


Schnee-Heide Erica carnea

Schnee-Heide – Blüten – Blütenpflanzen – Frühblüher – Frühlingsboten – Erica carnea – Heidekrautgewächse – Februar

Schnee-Heide
Erica carnea


Das Foto zeigt die erste voll blühende Pflanze, die mir in diesem Jahr begegnet ist – und zwar am 20. Februar 2010 im Garten des St.-Josef-Krankenhauses in Dudweiler.

Wenn meine Recherche richtig ist, dann handelt es sich hier um die Schnee-Heide (lat. Erica carnea), ein Heidekrautgewächs. In Heiko Bellmann „Der große Kosmos Pflanzenführer“ (Stuttgart, Franck-Kosmos Verlags-GmbH, 2007) ist die Schnee-Heide auf Seite 23 rechts oben beschrieben, in Wilfried Stichmann „Der große Kosmos-Naturführer. Tiere und Pflanzen“ (Stuttgart, Franck-Kosmos Verlags-GmbH, 2005) auf Seite 534, Nr. 2. Anhand der dortigen Abbildungen, insbesondere bei Bellmann, habe ich eigentlich wenig Zweifel an der Zuordnung. Sollte ich mich dennoch geirrt haben, bin ich für jede Richtigstellung dankbar.

Bellmann beschreibt die Schnee-Heide als „Nur bis 25 cm hoher, kriechender immergrüner Zwergstrauch mit niedrigliegenden dünnen Zweigen“. Genau so sah die Pflanze auch aus. Als Blütezeit wird März bis Juni angegeben. Der Name rührt daher, dass die Blüten oft schon vor der Schneeschmelze erscheinen. Demnach wäre eine Blüte Mitte Februar nicht verwunderlich. Das Verbreitungsgebiet befindet sich wohl vorwiegend in den Alpen „In den Kalkalpen in Kiefernwäldern und im Krummholzgürtel; mit den Alpenflüssen abwärts bis in die Wälder des Alpenvorlandes“ (Stichmann, S. 534). Da diese Art auch als sehr beliebte Gartenpflanze beschrieben wird, hat sie den Weg wohl auch ins Saarland geschafft.

Nun bin ich gespannt, welche Pflanze mich als Nächste mit winterlich früher Blütenpracht erfreuen wird. Als Pflanzenlaie kommt mir natürlich das Schneeglöckchen in den Sinn. Mit Krokussen rechne ich erst ein wenig später. Womöglich kommt es aber auch ganz anders. Ich werde auf jeden Fall die Augen aufhalten; und da für die kommende Woche deutlich ansteigende Temperaturen (über 10 Grad) vorhergesagt werden, dürften sich wohl bald schon die nächsten Blüten hervorwagen.

***